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Metakognition

Metakognition

Das Wissen darüber, wie Informationen verarbeitet werden und wie positiv mit ihnen umzugehen ist, verbessert das Lernen. Metakognition bedeutet die Bewusstheit der eigenen kognitiven Prozesse.

Demzufolge sollte das Hauptziel von Metakognition darin bestehen, das eigene Lernen selbst zu steuern. Die Lernforschung der letzten 20 Jahre hat gezeigt, dass die Fähigkeit zur Selbstregulation eine Reihe von Merkmalen enthält:

  • kognitive Prozesse und metakognitive Strategien, die gute Lernende in die Lage versetzen, ihre eigenen Lernprozesse zu beobachten und zu steuern (z.B. durch Organisation des Materials, Überprüfung der Lesekompetenz, Bewertung von Ergebnissen im Arbeitsprozess);
  • Konzepte und Glaubenssätze über Lernen, die die Einstellung der Lernenden gegenüber dem Lerngegenstand betreffen;
  • motivationale Kontrollmethoden in Bezug auf andere Dinge, z.B. die Bereitschaft sich mit dem Lerngegenstand auseinander zu setzen und die Reaktion auf Versagen.

Cornoldi (1995) hat den Bereich der Metakognition in zwei Bereiche unterteilt: metakognitives Wissen und metakognitive Kontrollprozesse.

Metakognitives Wissen (MW) bezieht sich auf die eigenen Vorstellungen über die Arbeitsweise des Denkens. Solche Vorstellungen beinhalten Eindrücke, Intuitionen, Feststellungen, Gefühle, Selbstwahrnehmung so wie inhaltliche Elemente, die nur im weitesten Sinne als Wissen verstanden werden können.

Metakognitive Kontrollprozesse (MKP) sind Strategien, die angewandt werden um die Beobachtung und Steuerung von Strategien kognitiver Prozesse zu verbessern. So besteht z.B. eine kognitive Strategie darin, das, was man behalten hat zu wiederholen oder einzuüben. Die metakognitive Strategie besteht darin zu kontrollieren, ob das, was durch Behalten wiedergegeben wird, auch mit der Textvorlage übereinstimmt.

...Während, Ann Brown (1978,1981,1987) zufolge, metakognitives Wissen (MW) immer verfügbar ist, erscheinen metakognitive Prozesse (MKP), wenn sie metakognitive Prozesse kontrollieren, mit denen der Einzelne vertraut ist: diese Aktivität taucht nicht ständig auf, sondern hängt von der Schwierigkeit der Aufgabe ab, von der Motivation oder der Bereitschaft.

Während metakognitives Wissen von Kindern noch verbalisiert wird - vorausgesetzt, dass sie angemessen befragt werden - läuft metakognitive Selbstregulation in der Regel so ab, dass man sich ihrer nicht bewusst ist.

Viele Untersuchungen sind damit befasst, Wege zu finden, die die Bewusstheit von Kontrollprozessen steigern und einen immer breiter werdenden Bereich von kognitiven Prozessen zu erfassen. Dies würde ein größeres metakognitives Verständnis erlauben, das wiederum effektiveres Lernen und Problemlösen ermöglichen würde. Einige Beispiele kognitiver Kontrollprozesse sind z.B. Aufgabenverständnis, Einschätzung von Schwierigkeiten und der Bedeutung dessen, was gelernt wurde, Einschätzen der eigenen Fähigkeiten und Ressourcen, die Identifikation brauchbarer Strategien, Entscheidungsprozesse, Planen und die Beobachtung der Einhaltung von Planungen, die Einschätzung von Ergebnissen der eigenen Handlungen und das Ergreifen angemessener Maßnahmen.

Piergiuseppe Elerano - Universität Bozen - "Metakognition und ihr Einfluss auf das Lernen von Schülern -Teil 3 "

Übersetzung: C. Druyen


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