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Stell Dich (per video) vor!

Stell dich (per video) vor!

Fuer all jene Jobsuchenden, die sich von der Masse abheben wollen, waere eine Video Bewerbung die ideale Strategie. Es fragt sich nur fuer wie lange, denn Bewerbungsunterlagen sind Schnee von gestern, heutzutage bewirbt man sich per Video und das koennte schon bald zum Standard werden.

Wenn es um Bewerbungen geht, dann macht der derzeitige Trend von Videos auch hier keinen Halt wie Beispiele aus den USA (videocvtube.com), Grossbritannien (www.jobs2view.com), Deutschland (myjobvideo.de) und Italien (www.ilvideocurriculum.eu) zeigen, um nur einige zu nennen.

Anscheinend braeuchte es dazu nicht viel, ein Handy, Digitalkamera oder Videokamera, einen Computer mit Internetanschluss und etwas Ausstrahlung. Wie soll das ganze funktionieren? Man laedt zusaetzlich zum digitalen Lebenslauf einen Videoclip hinzu und schon ist man dabei. Ein Video sollte natuerlich niemals einen Lebenslauf auf Papier ersetzen, sondern vielmehr eine wichtige Ergaenzung sein. Videobewerbungen sind besonders fuer jene Jobs geeignet, in denen Charisma und Aussagekraeftigkeit wichtig sind. Aber auch fuer all jene Jobs, in denen Kundenkontakt im Vordergrund steht. Welchen Vorteil haben Jobsuchender und Arbeitgeber dadurch? Ein Arbeitgeber kann sich unverbindlich mehrere Kandidaten ansehen und dann nur jene zum Vorstellungsgespraech einladen, die ihn beeindruckt haben. Dabei hat er die Moeglichkeit einen Kandidaten in Sachen Kommunikation, Praesentation, Koerpersprache, Aussehen usw. zu beurteilen. Andererseits bietet eine Videobewerbung dem Jobsuchenden die Moeglichkeit an, sich nur auf aussichtsreiche Vorstellungsgespraeche zu konzentrieren. Somit ergeben sich fuer beide Beteiligten Ersparnisse an Kosten und Zeit. Wenn man auch sagen muss, dass die Produktion eines Videofilmes in eigener Sache natuerlich von seiten des Jobsuchenden etwas mehr Muehe und Aufwand kostet, aber schlussendlich - ist er/sie mal eingeladen - kann man sagen, dass die erste Huerde schon mal genommen ist. Aber es gibt auch Nachteile, so wuerde man leichter in Bezug auf Geschlecht, Alter, Rasse usw. diskriminiert werden und in manchen Laendern mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Wenn man bedenkt, dass bei einem persoenlichen Vorstellungsgespraech der Kandidat nur eine Moeglichkeit hat einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, waere mit dem Video die Moeglichkeit geboten so oft diese Selbstdarstellung widerzugeben, bis man die beste Version fuer sich gefunden hat. Somit wuerde eine bestimmte Portion an Spontanitaet zu kurz kommen. Waere natuerlich wuenschenswert, wenn sich auch Unternehmen zukuenftig mittels Video an ihre Jobkandidaten wenden wuerden, um die Vielfalt des Arbeitslebens etwas zu bereichern.


Top 10 Tips fuer die wirkungsvolle Video Bewerbung:

  1. Gute Videoqualitaet (Bild, Ton und Gesamtdarstellung)

  2. Kommunikation und Ausdrucksweise (sollte klar und deutlich sein, nicht herunterlesen! Sollte die Aufmerksamkeit auf sich ziehen)

  3. Persoenliches Erscheinungsbild (sollte gepflegten und professionellen Eindruck hinterlassen)

  4. Inhalt (sollte kurz auf die wichtigsten Details hinweisen, wie z.B. Ausbildung, Faehigkeiten, Ziele, Wissen, Erfahrungen)

  5. Kreativitaet (gute Gelegenheit zu zeigen wie kreativ man ist, z.B. durch Demonstration von Mustern und/oder Arbeitsproben); diese Moeglichkeit ist bei der traditionellen Bewerbung nicht moeglich.

  6. Hintergrund (koennte dem Arbeitgeber wichtige Hinweise zur Person bzw. Videoqualitaet geben, die oft gar nicht bemerkt werden)

  7. Persoenlichkeit (Deutung der Koerpersprache)

  8. Bearbeitung (von Fehlern, Genauigkeit, etc.)

  9. Referenzen (sollten positiv und glaubwuerdig sein)

  10. Dauer (3-5 Minuten)

Fuer all jene die sich nicht via video um einen Job bewerben moechten, gibt es noch eine weitere kreative Alternative: das Bewerbungs T-shirt. So wie das z.B. Larry Dinsmore aus den USA gemacht hat, der seinen Lebenslauf/Bewerbungsbrief aufs T-shirt gedruckt hat (www.DamnIneedajob.com) oder Massimo Rosa in Italien, der die entsprechende Jobbezeichung aufs T-shirt gedruckt hat (www.curriculumtshirt.com).


Karin Schroeck-Singh


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